Genesungsbegleitung

Betroffene helfen Betroffenen

Unsere Genesungsbegleiterin Mareike Mays ist selbst von einer psychischen Erkrankung betroffen und hat über viele Jahre lernen müssen, mit Krisen umzugehen, die Krankheit anzunehmen und dennoch ein erfülltes und in vielen Teilen auch gesundes Leben leben zu können.

Ihre persönlichen Erfahrungen nutzt sie, um Menschen in ähnlichen Lebenslagen beratend zur Seite zu stehen. Dadurch kann sie – anders als die meisten Unterstützer – wirklich verstehen und nachempfinden, wie es einem kranken Menschen in seiner Krise geht, und diesen Blick nutzen, um Ihnen bei der Bewältigung Ihrer Probleme hilfreich zu Seite zu stehen. 

Das sagt Mareike über Ihre Arbeit​

„Während meiner EX-IN Ausbildung habe ich mit meinen Mitauszubildenden persönliche Erfahrungen ausgetauscht. Dabei war unsere größte Gemeinsamkeit die Erfahrung mit seelischen Erschütterungen und deren Bewältigung. Gemeinsam haben wir Bewältigungsstrategien erarbeitet und den vernünftigen Umgang mit Symptomen unterschiedlichster Art erlernt.

Das während der Ausbildung erlernte Wissen, sowie meine persönlichen Erfahrungen möchte ich gerne teilen und Euch beratend und unterstützend auf Eurem Weg zur Seite stehen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, über seine Probleme zu sprechen, Hilfe zu suchen und auch anzunehmen. Ich möchte Euch zeigen, dass es immer einen Weg gibt, seine Gesundheit wiederzuerlangen und dass auch Rückschläge sein dürfen.“

Ich bin für Euch da!

„Egal, was Euch auf dem Herzen liegt, ich habe immer ein offenes Ohr und scheue mich auch nicht, Probleme mit euch gemeinsam in Angriff zu nehmen. Ich möchte mit Euch zusammen Perspektiven schaffen und Euch zeigen, dass Ihr nicht alleine seid. 

Kommt gerne in meine offene Sprechstunde am
Donnerstag zwischen 16:00 – 17:00 Uhr 
oder meldet Euch für Fragen bei mir unter:

mareike.mays@spz-ratingen.de
0157 – 36 70 75 56

Ich freue mich auf Euch!“

Fachliche Hintergrundinformationen

Die Einbeziehung Therapieerfahrener in die Behandlung anderer Nutzer basiert auf Ideen der 1980er Jahre in Großbritannien und den Niederlanden. Auch Norwegen blickt auf eine längere Tradition dieses Ansatzes zurück, wenn auch nicht auf psychiatrischem Gebiet, sondern auf dem der körperlichen Behinderungen. Hier ist häufig auch die Rede von "Peer Support" bzw. "Peer Counseling". Der englische Begriff bedeutet übersetzt so viel wie "die Unterstützung durch gleichrangige Menschen".

Am häufigsten hört man heute die Bezeichnung EX-IN. Diese steht als Abkürzung für den englischen Begriff "Experienced Involvement" und bedeutet übersetzt "die Beteiligung Erfahrener". Das Konzept steht für eine Person, die in der Rolle eines Patienten selbst in psychiatrischer Behandlung war, nun jedoch ihrerseits anderen Psychiatrie-Patienten zu helfen versucht.

Das Berufsbild Genesungsbegleiter oder EX-IN’ler kommt im psychiatrischen Kontext mehr und mehr zum Tragen. Genesungsbegleiter sind Menschen mit Psychiatrieerfahrung, die gelernt haben, das eigene Erfahrungswissen zu reflektieren und Lösungswege zu entwickeln. Durch die Bearbeitung der eigenen Erlebnisse haben Genesungsbegleiter ein hohes Maß an Empathie, Verständnis, Akzeptanz und Mitgefühl entwickeln können. Dadurch können Sie sowohl als Fürsprecher, Zuhörer aber auch als Begleiter agieren. Hauptbestandteil ist hierbei zudem die trialogische Arbeit mit Betroffenen, Angehörigen und professionell Tätigen, die eine Kommunikation auf Augenhöhe zum Ziel hat. Genesungsbegleiter sehen sich als Vermittler und Brückenbauer, unterstützen dadurch innovative Psychiatriekonzepte und tragen zu einer Weiterentwicklung des Psychiatriesystems bei.

Der offene Umgang mit der eigenen Erkrankung soll zudem helfen, Vorurteile gegenüber psychisch kranken Menschen abzubauen. Sie möchten mit ihren Tätigkeiten als Vorbild und Hoffnungsträger agieren, das Selbstverständnis für Psychiatrieerfahrene als Teil der Gesellschaft stärken und Perspektiven aufzeigen.

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